Mit Schmitt ragte der Träger eines Traditionsbestandes politischen Denkens in die Zeit der frühen Bundesrepublik hinein, von dem sich abzugrenzen in den 50er Jahren Übereinkunft zu herrschen schien. Aber schon die Art, wie er seine eigene kompromittierende Vergangenheit als intellektueller Kollaborateur des ,Dritten Reiches' verarbeitete, führte Schmitt erneut Gesprächspartner zu. Diese Freundeskreise ergänzten sich nach und nach durch immer weitere Interessenten zu einem netzwerkartigen Gesprächszusammenhang. Dessen Heterogenität und die Vielfalt der Rezeptionsweisen seiner Theoreme stand zu dem Bild, welches sich mit dem Namen Carl Schmitt in der offiziellen politischen Kultur verknüpfte, in einer irritierenden Spannung. These der Arbeit ist, daß sich aus dieser Spannung auf wichtige Merkmale der Intellektuellengeschichte der frühen Bundesrepublik insgesamt rückschließen läßt.

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